Finalität

Gründe zur Abgabe von Versicherungsbeständen

Freisetzung von Kapital zur Fokussierung auf das Kerngeschäft und/oder für die Erschließung neuer Geschäftsmöglichkeiten.

Bislang gebundene Mitarbeiterkapazitäten werden freigesetzt und bestandsbezogenes Berichtswesen entfällt

Operative Veränderungen, wie beispielsweise neue IT-Systeme oder verloren gegangene Expertise/Kompetenzen/Mitarbeiter

Aufwendige Administration von Langzeitforderungen außerhalb des Kerngeschäfts

Von der Solvency II Richtlinie geforderte Eigenkapitalhinterlegung für an Versicherungsbestände gebundenes Kapital

Es verbleiben keine Haftungen und damit nicht die Notwendigkeit, entsprechende versicherungstechnische Rückstellungen zu bilden. Das Risiko einer zukünftigen adversen Schadenentwicklung des übertragenen Altbestandes liegt zukünftig alleine bei Compre

Worked Example
Local Basis
Solvency II Basis

Akquisition / Verkauf

Auch bekannt als Übertragung von Versicherungsbeständen stellt die Akquisition durch Compre eine rechtsgültige Übertragung von Versicherungsverträgen mit den damit verbundenen Versicherungsverbindlichkeiten und den entsprechenden diese bedeckenden Vermögenswerten dar. Mit Abschluss des Rechtsgeschäfts wird eine endgültige rechtliche, wirtschaftliche und operative Übertragung erwirkt. Die lokale Gesetzgebung entscheidet über den Abwicklungsmechanismus und je nach Land kann die rechtsgültige Genehmigung zur Übertragung einen längeren Zeitraum beanspruchen. Nur wenige EU-Staaten ermöglichen eine automatische Übertragung von Vermögenswerten, welche die Versicherungsverbindlichkeiten absichern stützen. Dies kann Auswirkungen auf den mittels passiver Rückversicherung gewährleisteten Schutz haben. Compre stellt strukturierte Lösungen zur Absicherung der passiven Rückversicherungsvermögenswerte bereit, von der beide Parteien profitieren. Eine Akquisition von Compre kann durch eine Rückversicherungslösung vorbereitet werden.

Rückversicherungslösung

Auch bekannt als Loss Portfolio Transfer (LPT) besteht dieser Ansatz in der Vereinbarung eines Rückversicherungsvertrags mit einer 100 % Netto-Quote. Der Verkäufer erlangt eine endgültige finanzielle Ablösung, aber es findet noch keine rechtliche Übertragung der Versicherungs- bzw. Rückversicherungsverträge statt. Der Vertrag tritt unmittelbar in Kraft. Eine Rückversicherungslösung kann der erste Schritt für eine umfängliche rechtliche Übertragung sein bei Fällen, in denen der Genehmigungsprozess der Bestandsübertragung viel Zeit in Anspruch nimmt. Sie ist auch eine Option für Fälle, in denen eine rechtliche Übertragung nur schwer erreichbar oder unmöglich ist. Der LPT kann mit einem Run-Off Management Agreement (ROMA) gepaart werden. Dadurch überträgt der Rückversicherte die operative Verantwortung. Diese Struktur bietet nicht nur unmittelbare finanzielle Entlastung, sondern auch administrative Entlastung für den Übertragenden.

Unternehmenskauf

Der Verkauf eines Unternehmens – üblicherweise eine Tochtergesellschaft, deren Geschäftstätigkeit nicht mehr den Kernzielen entspricht – erfolgt durch den Abschluss eines Anteilskaufvertrags, welcher die Übertragung von 100 % der Anteile an Compre regelt. Durch den Kontrollwechsel ist auch die Durchführung einer Due Diligence über den aktuariellen/versicherungstechnischen Bereich hinaus erforderlich. Der Anteilskauf bedarf ebenfalls einer Genehmigung durch die lokalen Aufsichtsbehörden in Form eines Eigentümerkontrollverfahrens. Die rechtliche, wirtschaftliche und operative Übertragung erfolgt nach Genehmigung, was meist einige Monate in Anspruch nimmt.